Gerd Skibbe 2011Konstantin oder JesusVeröffentlichungenüber Gerd SkibbeImpressum
"Konstantin oder Jesus"

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Im Verlaufe meines Lebens habe ich die kuriosesten Aussagen über meine Kirche vernommen:

„Für Mormonen ist die Ehe ein Jux!“
Nichts, gar nichts konnte ich zunächst dagegen sagen, so überrascht war ich, als mir einer meiner Kollegen diesen Satz an den Kopf schmetterte. Denn nichts anderes in der ganzen Welt, war und ist mir und meinen, nach Hunderten zählenden Freunden gleichen Glaubens, jemals mehr wert gewesen als die eigene Ehefrau und Familie.
Wer hatte diesem Mann, diese Unwahrheit suggeriert? 
Denn ich wusste es immer, Mormonismus war und ist schließlich nichts weiter, als eine einzigartige Kraft zugunsten idealer Ehen und Familien.Selbst wenn es, in unserer Kirche umstandsbedingt und für einen begrenzten Zeitraum puritanische Mehrehen gab, - oder auch Ehescheidungen gibt -, das Ziel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, war immer dasselbe: Die Stabilität aller sozialen Bindungen durch Wachstum in der Liebe zu fördern.
Treue beginnt bei uns vor der Ehe, deshalb sind alle Jugendprogramme meiner Kirche seit eh und je darauf gerichtet, die Unverheirateten zu ermutigen sich für ihren künftigen Ehepartner rein zu halten und zu lernen, die durch Jesus gesetzten Grenzen niemals zu überschreiten.Mormonismus ist ein Bollwerk gegen Promiskuität.
Genau das Gegenteil davon wird aber immer noch unter der Decke verbreitet.
 „Wie ich höre besuchst Du einen Mormonenklub“, schrieb 1929 seine hochbesorgte Mutter an meinen Freund Bruno Rohloff: „Du willst Dich dieser schwarzen Gesellschaft sogar anschließen? Hast Du den Verstand verloren? Welcher Teufel hat Dir die Sinne verrückt ...“ The Roloffs, History of Walter Rohloff, 1993 Salt Lake City, S. 24 a
Wer hatte dieser wahrhaft gutgläubigen Frau, die kurze Zeit später auch an Kummer darüber verstarb, das eingebläut?
Die Dämonisierung des so genannten „Mormonismus“, ist offensichtlich nicht die Folge einer systematischer Prüfung, sondern von gewöhnlicher Oberflächlichkeit.
„Hatten Sie gar keine Angst?“ fragte mich 1996 die Neubrandenburger Buchhändlerin Frau Marquardt, als ich ihr erzählte, ich wäre gerade aus Utah gekommen.
„Warum sollte ich Angst haben?“
„Na, die Mormonen…“
Zum Glück hörte sie mir geduldig zu:
„Nicht die Mormonen, in ihrer Gründerzeit und danach, sondern die Christen sind, nachts mit geschwärzten Gesichtern gekommen um Leute im Schlaf zu überfallen.
Die „Mormonen“ haben Christen nicht geteert und gefedert… aber umgekehrt…
Nicht die Mormonen sind gegen die Christen bewaffnet ausgezogen, sondern es war die US-Regierung in Washington, die gegen die Utahmormonen eine Armee eingesetzt hatte. 1857 wollten die Christen den Mormonen mit militärischer Gewalt Zivilisation beibringen.“
Es sei hier nur angemerkt, dass der Utahkrieg als der kurioseste Krieg der Weltgeschichte bezeichnet werden kann. Ein Krieg mit Null Toten und Null Verwundeten, weil die Mormonen, obwohl sie massiv bedroht wurden, auf Verhandlung setzten und der Weisung ihres Präsidenten Brigham Young folgten, der gesagt hatte: Tötet keine Menschen! Wiederholt, befand sich die US-Armee in abgelegenen Tälern der Felsengebirge völlig in der Hand der Mormonen …

Warum, um alles in der Welt, haben die Christen diesen ungeheuren Drang, die Dinge auf den Kopf zu stellen?
Jeder, der es wissen will, weiß, dass die „Mormonen“, 1836, mit null finanziellen Mitteln  eins der beachtlichsten sozialen Experimente in Gang setzten, das die so genannte zivilisierte Welt  jemals gesehen hat - und es ist noch lange nicht zum Abschluss gekommen!
Sie haben schrittweise über einhunderttausend ausgebeutete, viele vom buchstäblichen Manchesterkapitalismus gezeichnete Menschen aus dem Elend geholt und sie nach Nordamerika gebracht, wo sie ihr eigenes Land erhielten und in Gemeinschaft aus dem Nichts einer Wüsten- und Steppenlandschaft, auf der Basis ihres Glaubens, ein Paradies schufen.
Mit äußerster Kraft haben sich die Christen, vor allem ihre Prediger, dagegen gestemmt. Das ist leider wahr, sonst wären es Millionen geworden, die ohne Revolution jene Ketten verloren hätten, die Karl Marx gesehen und deretwegen er das Kommunistische Manifest geschrieben hatte.

All das schweigen die Christen tot.
Und das nehme ich ihnen übel.
„Jetzt bist du endgültig aus der Gnade Christi gefallen!“ behauptete ein Pastor der evangelisch-lutherischen Kirche gegenüber meiner Bekannten, nachdem sie sich der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage angeschlossen hatte.

Woher nahm dieser Theologe seine Gewissheit?
Nach seinem Interview mit der damaligen Kultusministerin des Bundeslandes Mecklenburg - Vorpommern Frau Regine Marquardt, trompetet Redakteur Helmut Schultz in der „Schweriner Volkszeitung“ vom 20. Dezember 1995 ähnlich:

„Mormonen sind keine Christen!“

- Dr. Andreas Fincke, von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Berlin, schreibt analog: „…aus der Perspektive des ökumenischen Christentums ist es legitim ihnen (den Mormonen) die Christlichkeit abzusprechen.“ Heft 11/ 2002 Materialdienst, Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfragen.    
- Dr. Rüdiger Hauth präzisiert auf S. 186 seines Werkes „Die Mormonen, Sekte oder neue Kirche Jesu Christi“ Freiburg, Herder 1995: „Der Mormonismus ist eine in Amerika entstandene nicht-christliche Mischreligion, zu deren Kernstück ein in Tempeln vollzogener geheimer Kult gehört.“
Eine „Experten“ - aussage die wir noch genau betrachten werden.
Nicht wenige Geistliche der Großkirchen schreiten leichtfüßig und leichtsinnig über die auch uns, vom Grundgesetz zugesagte Unantastbarkeit unserer Menschenwürde hinweg.
„Man kann“, um mit Zille zu reden, „einen Menschen mit einer Desinformation genau so erschlagen, wie mit einer Axt!“
Der deutsche, evangelische Missionar in Utah, Pastor Zimmer wusste, dass die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an dem bedauerlichen Geschehen, im September 1857, in Cedar City ebenso wenig mitschuldig wurde, wie Adam am Tode Abels, oder Jesus am Verrat des Judas.
Es ist wahr: In den Pioniertagen in Utah kam es zu dem schrecklichen Ereignis auf den „Bergwiesen“ bei dem eine über einhundertköpfige Auswanderergruppe, die sich selber ‚missourische Wildkatzen’ nannte, unter Beteiligung von Mormonen ermordet wurde. Angehörige der Gruppe hatten Indianer vergiftet und deren Rache heraufbeschworen. Einige der Reisenden hatten mit ihrer Beteiligung an Überfällen auf Mormonensiedlungen in Missouri geprahlt. Als Brigham Young, der damalige Präsident der Kirche davon erfuhr, dass Indianer und provozierte Mormonen gegen die Auswanderer mit äußerster Härte vorgehen könnten, gab er die Weisung: „Behaltet Geduld, schützt euren Besitz. Lasst sie in Frieden davon gehen. Handelt nach dem Gesetz Gottes.“
Der Bote, James Haslam, erhielt umgehend Brighams Weisung: „Geht so schnell wie ihr könnt. Schont die Pferde nicht Die Reisegruppe muss frei und unbelästigt weiter ziehen dürfen!“
Dennoch geschah das Schlimme, obwohl die damalige Kirchenführung alles Menschenmögliche unternommen hatte, um das Verbrechen zu verhüten. Aber die Entfernung von Cedar City nach Salt Lake City (400km) war zu groß um die gereizten Siedler noch rechtzeitig  aufzuhalten. (Arrington, Brigham Young)
Von diesem traurigen Ereignis stammen viele Gerüchte. Wenn in der Folgezeit ein Mensch zwischen Oregon und Kalifornien umkam, dann hieß es: die Mormonen!

Pfarrer Zimmer scheute sich nicht, alle Mitglieder kollektiv zu beschimpfen. Seine haarsträubende Bewertung liest sich so:
 „Die Mormonen sind eine einzigartige Gesellschaft von frechen Gotteslästerern, dreisten Lügnern, gewissenlosen Meineidigen, Hurern und Ehebrechern, gemeinen Dieben, lauernden Mördern eine durch greuliche Eidschwüre zusammen gekittete unzertrennliche Gemeinschaft, einem Basilisken vergleichbar, wie ihn nur die Macht der Finsternis ausbrüten konnte…“
 „Unter den Mormonen in Utah“, 1907, Bertelsmann ab S. 24.
Dieses „Werk“ Zimmers las ich 1945 als fünfzehnjähriger mit wachsender Spannung. Auf dem Hausboden meiner Eltern hatte ich die „verbotene Kiste“ meines Vaters gefunden und geöffnet, kurz nachdem die Rote Armee einmarschiert war.
Statt, wie üblich, angeln zu gehen, las ich die ganze Antimormonenliteratur die mein Vater sich wohl angeschafft hatte, als er die Lehren dieser Kirche zu untersuchen begann.
Einiges davon ist noch heute in meinem Besitz.
Wahrlich nicht der Hellste, erkannte ich dennoch sofort, dass es sich um faustdicke Zwecklügen handelte.

Nicht nur der Redlichkeit wegen bitte ich darum, dass Ihr Sektenjäger uns nicht schwärzer malt als wir sind, vor allem, dass Ihr sachlich berichtet, und wahrheitsgemäß und nicht so unverschämt lügt wie Rößle. Was sollen denn meine Enkel und Urenkel von mir denken?
Pfarrer Lic. J. Rössle schreibt: „Ein...Grund für das Verbleiben vieler Mormonen in dieser Sekte muss in der Angst vor Verfolgung vonseiten der Leitung gesehen werden. Man sucht die Ausgetretenen nicht nur wirtschaftlich zu schädigen, sondern scheut sich auch nicht, Abgefallene, wie dies viele Beispiele zeigen, bei Nacht und Nebel verschwinden zu lassen.“…„Die vorliegende Schrift möchte das unheilvolle Wirken der Mormonensekte zur Darstellung bringen... In vielen deutschen Großstädten haben sie ihre Versammlungen eingerichtet und arbeiten langsam, aber sicher an der Verwirrung der Gemüter.“… „Jeder, der sich den Mormonen anschließt, muss sich klar darüber sein, dass er aufhört ein Christ zu sein, auf den Reichtum göttlicher Offenbarung verzichtet und dafür eine Lehre annimmt, die ständigen Veränderungen unterworfen ist...“
„Aus der Welt des Mormonentums“ Buchhandlung des Erziehungsvereins Neukirchen, Kreis Mörs, 1931
- „Bei Nacht und Nebel Kritiker verschwinden lassen! ... an der Verwirrung der Gemüter arbeiten… das unheilvolle Wirken!“
Hitleristen und Kommunisten haben ebenso „präzise“ von ihren Feinden geredet.
60 Jahre nach Rössle schreibt Hermann Vogt, Salt Lake City, "Rheinischer Merkur" (Christ und Welt) 19. Oktober 1990, mit ganzseitiger Aufmachung: „Die Mormonen wollen die Welt erobern und im nächsten Jahrhundert den Durchbruch zur „Großkirche“ schaffen... der mormonische Irrationalismus könnte auf sich beruhen, wenn er nicht wegen seines fanatischen Missionsdranges dazu neigte, die Menschenrechte derer, die ihm ökonomisch und politisch unterlegen sind, zu verletzen... Einen Dialog mit dem Mormonentum kann es nicht geben...“
Wie das wachrüttelt. Der Konjunktiv schreit geradezu nach geeigneten Schritten: „Das könnte auf sich beruhen, wenn da nicht…!“ Und dann: „mit irrational denkenden Menschenrechtsverletzern kann es keinen Dialog geben!“
Nur wenige Sätze, aber welche Perlen der Demagogie!
Wem würde das nicht einleuchten?
Jürgen Tibusek, Dozent für Religionswissenschaften, formulierte, 1991, einen anderen Aspekt so: Die „innere Bestätigung“, die sie empfinden, nachdem sie Gott um Weisheit gebeten haben, „scheint für viele (Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) so stark zu sein, dass sie rationalen Argumenten gegenüber der Lehre und Geschichte der Mormonen nicht mehr zugänglich sind.“ („Auf der Suche nach dem Heil“ Brunnen Verlag Giessen.)
Überzeugte Mormonen haben ein erheblich eingeschränktes Urteilsvermögen. Na, wenigstens etwas Entlastendes!
-Herr Pfarrer Joachim Keden, Düsseldorf, reist(e) mit seiner Ausstellung: „Sekten – bist du anfällig?“ im Auftrage der Evangelischen Kirche, Referat Sekten- und Kirchenfragen durch Deutschland und belehrt Schulklassen und Erzieher, dass die Satanisten und die Mormonen ein und derselben Gruppe angehören. (Siehe Dokument im Anhang)
Das wirkt gegen das Unheil!
Pädagogen, vor allem die Östlichen und nach der Wende, musste man doch an die Hand nehmen…

Da haben sie denn im Gymnasium Lessingstraße, Neubrandenburg, eine Sektenausstellung fabriziert. Allererste Sahne! Und dann noch ein paar diamantenklare Aussagen aus dem Internet gezogen. ...



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